Balanceakt auf dem Seil – SLACKLINEN

Autor:
Viktoria
erste wackelige Schritte
Slacklinen ist zu jeder Jahreszeit möglichAm Anfang geben einem Freunde den nötigen Halt

Seit einiger Zeit erblickt man in den Grünanlagen der Städte immer häufiger junge Menschen, die sich auf einem Seil zwischen Bäumen hin- und herbewegen. Doch es sind keine Großstadttarzane oder Zirkusartisten, sondern diejenigen, die den neuen Trend – das sogenannte Slacklinen – für sich entdeckt haben. Schon lange haben sich die Spaziergänger und Picknicker an die neue Spezies von Outdoor-Fans gewöhnt.

Slacklinen ist nicht nur eine Sommervariante für begnadete Seiltänzer, sondern der neue Trend für jeden, der Spaß an neuen Herausforderungen und Bewegungsabläufen hat. Das Besondere am Gang über die Slackline ist die Schnelligkeit, mit der man Fortschritte macht. Anfangs guckt ein jeder Neuling noch erschrocken, weil schon das Aufsetzen des ersten Fußes auf dem Seil zur absoluten Zitterpartie wird. Doch nach wenigen Minuten lässt das Zittern in den Beinen spürbar nach und jeder Schritt wird sicherer. Mit der Hilfe eines Freundes, der einem eine Hand oder eine Schulter als Nothalt gibt, kann jeder sofort mehrere Meter zurücklegen. Hat man erst einmal die schwierigste Stelle des Seils – nämlich die besonders wackelige Mitte – hinter sich gebracht, wird man merken, dass nun auch das Stehen auf einer Stelle ohne Festhalten gelingen kann. Bei jeder Trainingseinheit steigt der Ehrgeiz und die Lust auf neue Kunststückchen. Ob Springen, Hinsetzen oder Tricks zu zweit auf einem Seil, es sind fast keine Grenzen gesetzt. Bei dieser großen Spannweite von Übungen kann jeder Muskel im Körper eingesetzt und trainiert werden. Zusätzlich zur Muskelabeit sind beim Slacklinen auch die Koordination und Balance gefragt. Wer es besonders nervenaufreibend mag, kann die Slackline mal höher als anfangs hängen oder – im Sommer besonders beliebt – über einen Flusslauf.

Der neue Trendsport ist für jede Zielgruppe geeignet und lässt sich bei trockenem Wetter zu jeder Jahreszeit durchführen. Die Materialkosten beschränken sich auf die Anschaffung der Slackline (Anfängerset mit Ratsche und breiter Slackline ab ca. 60 Euro) und einem Baumschutz (die Baumrinde soll schließlich nicht beschadet werden), als letzteres kann auch eine ausgediente Isomatte herhalten. Die Klamotten sollten bequem sein und einen im Bewegungsablauf nicht einschränken. Ob man Turnschuhe (am besten mit dünner Sohle: z.B. Chucks) trägt oder doch lieber barfuß läuft, ist reine Geschmackssache. 
Wer jetzt noch nicht im Slackline-Fieber ist, dem sei empfohlen sich Videos von Meisterschaften und atemberaubenden Tricks von Slackline-Profis anzusehen, die man im Internet finden kann. Viel Spaß dabei und bei euren ersten Schritten auf dem Seil!

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