Adventure is out there! Die Entfernung ist dabei egal. So geht es bei uns mal in den
Süden oder mal etwas mehr in den Norden. Im April dieses
Jahres ging es auf die skandinavische Halbinsel – nach Norwegen.
Nach einer langen Anfahrt mit Bus und Fähre erreichten wir nachts endlich die südliche Schärenküste und Kristiansand.
Von dort fuhren wir, schon etwas müde von der Reise aber neugierig, weiter in unsere Unterkunft in
Sørlandet, ins FerieSenter Skottevik.
Aufgrund einer kurzen Anreise von Kristiansand und eigenen Angelhäfen,
Booten und einer Tauchbasis dient die Ferienanlage als idealer Spot für
Sport und Erlebnis in der Natur.

Norwegen ist eine Reise wert!

Unter Anleitung war unter anderem das Hochseefischen möglich und entwickelte sich zu einem wahren Erlebnis. Nach einer Einweisung in das Meeresangeln und nur wenigen Fahrminuten, konnten die Angelschnüre ausgeworfen werden. Wir angelten Seelachse, Dorsche oder auch Seegurken und Algen. Anhand von Echoloten verfolgten wir die Fischschwärme und stellten unser Boot so aus, dass die Fische gleich unter uns her schwammen und uns an den Haken gingen. Für große Aufregung sorgte ein giftiges
Petermännchen im Maul eines Seelachses, welches definitiv nicht gegessen werden sollte! Da war kurz Aufregung an Bord *lach*.
Da das Wetter super mitspielte bekamen wir unvergessliche Angelmomente geboten. Gleich nach unserer Rückkehr wurde der Fischfang am Filetierplatz verarbeitet. Das richtige Filetieren will gelernt sein und so übten wir an den vielen geangelten Fischen und bereiteten zufrieden unser Abendessen zu. Nicht nur weil es der eigene Fang war lässt sich ohne Zweifel sagen, dass der Fisch einfach fantastisch schmeckte! Am kommenden Tag ging es frisch gestärkt auf Wandertour entlang der eindrucksvollen Küstenlandschaft. Das norwegische Jedermanns-Recht ermöglicht wirklich JEDEM, sich einen eigenen Weg durch die vielseitige Landschaft zu bahnen. Kletterpassagen entlang der Felsküste sowie schmale Trails durch Wald- und Wiesenlandschaften lassen einen hierbei die lange Anreise vergessen und den Abenteuergeist entflammen. Die Natur in Norwegen ist wahrlich eine Reise wert! Aufgrund der Struktur in Norwegen und den Vorschriften, welche es nicht erlauben ohne weiteres in Küstenregionen zu bauen, trifft man auf nahezu völlig unberührte Natur, weite Wälder und beeindruckende Steinküsten. Zudem schaut man bei der Wanderung entlang der Küste auf das weite Meer und genießt die Bewegung und die Landschaft ohne Störfaktoren.

 

Ein weiterer Programmpunkt im Sørlandet war die Besichtigung des Friluftslivgebietes Helleviga nahe Sogne. Mit Blick auf einen kleinen See und einer wärmenden Feuerstelle wurde die Mittagspause auf der zweiten Wanderung, welche dieses Mal im Festland stattfand, abgerundet. Die Norweger ermöglichen vorab Einheimischen, aber auch allen Besuchern dieser Gebiete weitere Attraktionen, indem am Seeufer Boote und Paddel kostenfrei zur Verfügung stehen! Wirklich toll! Auch dies zeigt wiederum wie wichtig den Norwegern die Berührung mit der Natur ist, um ein Verständnis für diese zu entwickeln. Nach einer ausgiebigen Pause am Feuer und vollen Mägen ging es dann zufrieden wieder zurück.
Nach wunderschönen Tagen in Skottevik brachen wir ins Landesinnere auf.

Unterwegs wurde noch ein weiterer sportlicher Programmpunkt eingebracht.

Wir besuchten den größten Abenteuertourismusanbieter Südnorwegens „Troll- Aktiv“. Es ging auf eine Kajaktour auf dem Fluss Otra. Das Wasser war zum Teil noch gefroren und wir mussten gut zusammen bleiben. Dies hat den Grund, dass man dann gekenterte Personen schnell wieder aus dem Wasser ziehen kann. Bei der Wassertemperatur vor Ort hätten wir nur sehr wenige Minuten Überlebenschancen gehabt bis die Kälte einen überwältigt hätte. Doch dieser Fall trat in unserer Gruppe gar nicht erst ein. Mit viel Schwung fuhren wir nach einer Weile auf dem Wasser zur Pause auf eine von Eis umlagerte Insel, um dort eine Pause einzulegen.

 

In leichtem Regen liefen wir über die Insel um einen geeigneten Platz für unsere Pause zu finden. Trotz des Regens waren alle gut gestimmt, denn schließlich bekam man auch hier wieder unglaubliche Landschaft geboten. Nach einer Tasse heißen Tees und einem kleinen Snack ging es wieder herunter ans Eis und hinein in die Boote um den Rückweg anzutreten. Wieder am Festland angekommen wärmten wir uns bei „Troll-Aktiv“ an einem Feuer auf und fuhren weiter Richtung Norden an unser neues Ziel Hovden. Während die Ortschaft Hovden im oberen Setesdal in den Sommermonaten nahezu unbewohnt ist, verwandelt sie sich im Winter jedoch zu einem beliebten Wintersportparadies. Mit 34 Pistenkilometern und einem 150km großen Loipennetz ist Hovden das größte Skigebiet Südnorwegens. Ist man sonst meist in den Alpen unterwegs, so erscheinen einem die Pisten dort nicht besonders eindrucksvoll. Dafür ist die Ausweitung der Langlaufloipen durchaus besonders. Nach mehreren Tagen im Schnee wagten auch wir uns mal auf die Loipen. Hierbei ging es 12 km stetig bergauf und nach einer Mittagspause an einer kleinen Hütte wieder ca.12 km bergab, was sich für Anfänger auf Langlaufski durchaus wackelig und sehr lustig entwickeln kann. Nach einer rasanten und witzigen Abfahrt kamen wir wieder gut gelaunt und etwas erschöpft an den Unterkünften an. Ein überraschender Luxus, der uns bot waren die Badezimmer der 10er Appartements. Jedes Appartements verfügte über seine eigene Sauna, in der gerne der Abend begonnen wurde. Ein weiteres Highlight für uns war eine Schneeschuhwanderung!
Nach mehreren Tagen im Schnee hieß es dann schweren Herzens Abschied nehmen von dem wahnsinnig tollen Land Norwegen. Einen außergewöhnlichen Abschluss der Reise bildete die Rückfahrt von Oslo nach Kiel mit einem Kreuzfahrtschiff des Unternehmens Color-Line. Zwar entschieden wir uns hiermit für den längeren Weg, was sich jedoch lohnte. Auf dem Schiff blieb uns allen zunächst einmal die Luft weg. Neben einer Shoppingmeile, mehreren Bars und Restaurants, einem Casino und einer Showbühne wurde uns ein Schwimmbad mit gleich zwei Rutschen und einem Wellnessbereich geboten. So waren die 20 Stunden Fahrt leicht zu ertragen und wir erkundeten das Schiff. Auch die Einfahrt in den Kieler Hafen bot ein schönes Bild und wir fühlten uns daheim willkommen. Norwegen ist ein wirklich empfehlenswertes Land mit einzigartiger Natur, Länderstruktur und besonderen Charakteren. Probiert es einfach selbst mal aus!
Tenk på det du 😉 (Brit van der Meulen)