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Freeriden im Tiefschnee Freeriden im Tiefschnee

Gut zu wissen...Freeriden für Einsteiger

Off-Pist ist die Welt für den Wintersportler noch in Ordnung. Denn hier gibt es Ruhe und Entspannung, tolle Ausblicke und vor allem kein Massentourismus. Diese 5 Dinge solltet ihr vor eurer ersten Freeride-Tour aber unbedingt beachten!

5 Tipps für den Einstieg zum Freeriden


Die Berge, die frische Luft, das Panorama und der Schnee – ein Traum für jeden Wintersportler. Viele träumen aber auch davon, durch unberührte Tiefschnee-hänge zu gleiten und dabei diese unglaubliche Freiheit des wie das Wort schon sagt „Freeriden“ zu erleben. Das klingt verlockend, birgt allerdings auch viele Gefahren. Deswegen gibt es hier 5 heiße Tipps, die ihr beim Freeriden beachten solltet. Dann sind 100% Spaß und 100% Sicherheit garantiert!

1. Einsteiger-Tipps zum Tiefschneefahren


Freeriden auf Ski
Jeder hat das Bild vor Augen: Skifahrer, die kleine, schnelle Schwünge durch den Hang ziehen. Das sieht wie Skifahrer kleine, schnelle Schwünge durch den Hang ziehen. Das sieht echt schön und auch so einfach aus. Doch der Schein trügt: Tiefschneefahren verlangt volle Körperbeherrschung, benötigt einen guten Rhythmus und vor allem Gleichgewicht. Neben der muskulären Belastung an den Beinen und am Rumpf, werden eine schnelle Reaktionsfähigkeit und Beweglichkeit vorausgesetzt. Eine wichtige Grundregel: niemals Rücklage! Denn damit wird man meistens nur schneller und oftmals zu schnell. Außerdem sollte man auf eine gleichmäßige Belastung der Ski achten und aufpassen, dass die Skispitzen nicht abtauchen, was mit dem neuen Material deutlich leichter passieren kann. Ach ja und die wohl wichtigsten drei Regeln: Üben, üben, üben! Tiefschneefahren lernt man wie das Buckelpistenfahren nur durch Übung. Also auf geht’s!

2. Safety First: ohne die richtige Ausrüstung geht nichts


Wagt man sich an einen Hang irgendwo abseits der normalen Piste, kann dies sehr gefährlich werden. Generell gilt daher: beim Off-Piste fahren steht die Sicherheit an allererster Stelle. Dazu zählen neben Geländekenntnis und Lawinenkunde auch die richtige Ausrüstung: ein Piepser, eine Schaufel, Lawinensonde und ein Rucksack gehören zum Must-Have-Equipment. Der „Piepser“ ist ein sogenanntes Lawinenverschütteten-Suchgerät (LVS) mit drei Antennen und digitaler Signalauswertung, mit diesem kann man sowohl verschüttete Menschen suchen, wie auch selber gefunden werden. Deswegen vor dem Losfahren den Hebel auf Senden schalten. Ein Erste-Hilfe-Set und ein Handy komplementieren das Gepäck. Auch wenn man nicht über den Notfall nachdenkt, wenn einen die Glücksgefühle des Tiefschnee-Fahrens berauschen, sollte man immer für diese Situation ausgerüstet sein. Dafür gibt es in fast jedem Skigebiet Lawinensuchfelder oder Lawinenseminare, in denen das Suchen und das Verhalten im Ernstfall erprobt und erlernt werden.

3. Wetterkunde: wichtigste Voraussetzung für den Adrenalinkick im Schnee


Tiefschneefahren
Neben der richtigen Ausrüstung sollte vor dem Einstieg ins Gelände unbedingt die Lawinenlage und der Wetterbericht studiert werden. Dafür ist die offizielle „Europäische Gefahrenskala für Lawinen“ der wichtigste Anhaltspunkt. Man unterscheidet zwischen Lawinenstufe 1 (gering) bis Lawinenstufe 5 (sehr groß). Ab Stufe 3 sind nur noch Hänge bis maximal 35 Grad erlaubt. Bei Stufe 4 und 5 heißt es ohne Ausnahme: kein Off-Piste-Vergnügen. Außerdem sollte auf Schneebeschaffenheit, Schneebelastung, Temperatur, Hangausrichtung, Hangneigung und die Windrichtung geachtet werden. Diese Faktoren lesen zu lernen bedarf viel Übung und Know-How. Deswegen solltet ihr gerade am Anfang immer mit jemandem unterwegs sein, der sich gut auskennt und bereits erste Erfahrungen beim Tiefschneefahren gesammelt hat.

4. Alleine macht’s nur halb so viel Spaß.


Eine weitere Grundregel, die jeder Einsteiger ins Freeriden verinnerlichen sollte: Off-Piste ist man niemals alleine unterwegs. Sich alleine ins Gelände zu begeben ist schlicht und ergreifend verantwortungslos. Und noch viel wichtiger: es macht auch viel weniger Spaß als mit den Freunden das Erlebnis gemeinsam zu teilen. Eins ist allerdings beim Fahren in der Gruppe abseits der Piste zu beachten: man sollte niemals in der Gruppe den Hang hinunter brettern. Bei Steilhängen ist dies sogar verboten. Schließlich erhöht dies den Druck auf den Hang und damit das Risiko, eine Lawine auszulösen.

5. Freeride-Vergnügen im Einklang mit der Natur


Der letzte Punkt ist besonders wichtig: Freeriden bedeutet, dass man in die Natur eindringt. Die weiße Schneedecke lässt es schnell so aussehen, als ob hier kein Leben herrscht und der Berg nur darauf wartet, von unzähligen Wintersportlern heimgesucht zu werden. Dies ist ein Irrtum. Man ist mitten in der Natur unterwegs, die Lebensraum verschiedener Tiere und Pflanzen ist. Aus diesem Grund ist Respekt vor der Natur oberstes Gebot beim Tiefschneefahren. Wichtig ist, Wald- und Wildschutzzonen zu meiden, damit man keine nachhaltige Zerstörung hinterlässt. Man sollte nie vergessen, dass es die Natur ist, die uns dieses Vergnügen beschert und das sollten wir uns lange bewahren!
 

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