Die Sauer – Langweilig ist anders 2017-08-22T14:32:49+00:00

Spot on… Sauer

Die Sauer ist stolze 173 km lang und fließt gleich durch drei Länder. Hier gibt es also direkt das Schönste aus Belgien, Luxemburg und Deutschland in nur einer Tour zu entdecken! Wir zeigen euch, was es hier alles zu erleben gibt.

Die Sauer – Langweilig ist anders!

Wer Sauer mit Eifel in Verbindung bringt und denkt: „wie langweilig!“, der liegt mit dieser Einschätzung komplett falsch. Die Kanutour auf der Sauer führt durch eine traumhafte Weinberglandschaft entlang verträumter Orte und vorbei an interessanten Aktivitäten, die zum Verweilen und Ausprobieren einladen – so erlebt ihr die Eifel einmal von einer ganz anderen Seite. Da muss man endlich mal nicht mehr jede Minute auf das nervige Smartphone schauen, sondern kann einen unbeschwerten Blick in die Natur genießen. Schließlich fließt der 173 Kilometer lange Fluss durch drei Länder: Belgien, Luxemburg und Deutschland. Da soll nochmal jemand sagen, dass es hier nichts zu erleben gibt!

Ferschweiler Plateu: Natur-Schlucht zu entdecken

Kanufahren auf der Sauer
Keine zehn Kilometer entfernt befindet sich die Hochebene, auf der sich ein ganzes Wanderwegenetz erstreckt. Mit dem Wanderweg „Teufelsschlucht“ kann man jedes Kind begeistern – wer wollte schon nicht endlich mal ein echter wilder Kerl sein. Vorbei an bizarren Felsformationen, wandert ihr durch den dunklen Wald an wunderschönen Aussichtspunkten vorbei. Wer noch nicht genug hat, folgt dem Wanderweg zum Schloss Weilerbach. Zwar kann man das Schloss nur von außen besichtigen, da der Großteil der Gebäude gegenwärtig vermietet ist, allerdings lohnt auch ein Besuch im Museumscafé Remise, wo man sich den leckeren selbstgemachten Kuchen schmecken lassen kann – die perfekte Motivation für die restliche Wanderung. Egal wie man’s macht (das Besucherzentrum bietet verschiedene Wanderungen mit unterschiedlichen Längen an): die faszinierende Felskulisse bleibt noch lange in Erinnerung.

„Indian Forest“: Action im Kletterpark

Wem wandern und spazieren gehen zu wenig Spannung und Abenteuer bedeutet, der wird sich im Hochseilgarten „Indian Forest“ (Eintritt: 23 Euro) besonders wohl fühlen. Der Abenteuerpark besteht aus 60 Bereichen und liegt mitten im Wald „Bildchensbesch“. Man kann zwischen verschiedenen Schwierigkeitsgraden und Längen wählen. Als Highlight bietet das Gelände die längste Seilrutsche Luxemburgs, bei der Adrenalin-Liebhaber auf ihre Kosten kommen. Etwas gemütlicher kann man den Tag danach im niedlichen Städtchen Vianden ausklingen lassen. Am Fuße der Burgruine lädt das Städtchen mit seinen kleinen Gässchen und Cafés zu einem entspannten Tagesausklang ein.

Der Obersauer Stausee: Urlaubsparadies für die ganze Familie

Immer am Fluss entlang kommt man mit dem Auto in weniger als 40 Minuten am Obersauer Stausee Naturpark an. Der Naturpark wurde mit einem ökologisch sinnvollen Konzept seit 1999 verbunden, dass sehr gut funktioniert. Im Nordwesten von Luxemburg fließt die Sauer durch den wunderschönen Stausee, der einiges an Outdoor-Aktivitäten und Natur-Erlebnis bietet. Mit seinen tiefen Tälern und dunklem Wasser erinnert der See (fast) an die Fjorde in Norwegen. Neben seiner außergewöhnlichen Landschaft versorgt der See mehr als 70 Prozent der Haushalte in der Region mit frischem Trinkwasser. Außerdem hat die Region verschiedene kulinarische Produkte hervorgebracht, die man bei einem Besuch als Mitbringsel für die Daheimgebliebenen einkaufen kann. Zu empfehlen sind dabei Tee und Kräuter oder auch Kosmetik und Dinkelprodukte „vum Séi“ (vom See). Wer sich die Produkte direkt vor Ort nicht entgehen lassen kann, füllt die leeren Mägen im „Gourmet vum Séi“. Dort gibt es beispielsweise eine traditionell zubereitete Dinkelsuppe oder auch das bekannte „La Cassolette vum Séi“. Wer sich für eins der dieser Gerichte entscheidet bekommt den Eintritt ins Naturparkzentrum und in die Tuchfabrik gratis dazu – das ist mal wirklich luxemburgische Gastfreundlichkeit. Genug vom Essen, zurück zu den Aktivitäten: Egal ob naturkundliche Solarbootfahrt, Amphibien-Tour, Surfen und Tauchen oder eine abenteuerliche Reittour – hier kommt jedes Familienmitglied auf seine Kosten. Wem das alles noch nicht genug ist, der kann den Naturpark mit E-Bikes (25 Euro pro Tag) oder mit den eigenen Füßen auf zahlreichen Wanderwegen erkunden.

Burg Bourscheid: Burgherr und Burgfräulein in Luxemburg spielen

Schloss Bourscheid
Wer nicht ganz so weit fahren will, der kann nach guten 20 Minuten eine idyllisch gelegene Burganlage besuchen. Schon von weitem erblickt man den Koloss, der 150 Meter über der Sauer thront. Seit 1936 sind die Ruinen der Burg als historisches Denkmal klassifiziert und für Besucher zugänglich. Vor allem abends, wenn die Burg durch eine fachgerechte Beleuchtung in dramatisches Licht getaucht wird entsteht eine märchenhafte Atmosphäre. Mit Audio-Guide ausgestattet kann man sich auch auf eine Tour durch die Burg begeben und die Geschichte des beeindruckenden Anwesens näher kennenlernen (Eintritt 5 Euro). Den schönsten Ausblick bietet der Burgfried. So muss sich der Späher vor Jahrtausenden gefühlt haben, der seinen Tag damit verbracht hat, die unendlichen Weiten und den Flusslauf zu beobachten.

Trier: die älteste Stadt Deutschlands entdecken

Natur ist ja schön und gut, aber es fehlt das Stadterlebnis. Keineswegs, denn Trier liegt nur einen Katzensprung entfernt. Schließlich gehört die Porta Nigra definitiv zu den Orten, die man in Deutschland gesehen haben muss. Das imposante Gebäude dient in Trier als zentraler Treffpunkt und kann nicht verfehlt werden. Mitten in der gemütlichen Innenstadt befindet sich auch der sehenswerte Dom zu Trier, in dem man die mehr als 2000jährige Geschichte der Stadt hautnah erleben kann. In Trier muss man seine Augen überall haben, um den Reichtum an geschichtsträchtigen Gebäuden und prachtvollen Fassaden der unterschiedlichen Epochen und Stile nicht zu verpassen. Wer nach so viel Kultur eine kleine Pause braucht, der sollte einen Zwischenstopp im Café Mohr machen. Die Konditorei besticht mit seiner Vintage-Einrichtung und den besonders empfehlenswerten hausgemachten Florentiner Nougat Röllchen – Achtung: Suchtgefahr! Wer noch auf der Suche nach dem passenden Souvenir ist, kann die exklusive Edelschokolade des wohl bekanntesten Bürgers der Stadt Trier, Karl Marx, im Café Mohr kaufen. Um Trier von oben zu genießen, sollte man einen Ausflug auf den Petrisberg machen. Von hier kann man auch die idyllischen Weinberge erblicken, spazieren gehen oder im Monte Petris ein Stück vom leckeren Apfelstrudel genießen.