Gut zu wissen… Klettern 2017-08-22T14:47:04+00:00

Gut zu wissen… Klettern

Auf über 2000 Höhenmetern ist die Luft nicht nur besser, sondern auch der Ausblick ist überwältigend. Doch vorher muss man erstmal den Berg erklimmen, doch so trivial wie ein Spaziergang ist das nicht.

Klettern – auf zum Höhepunkt

Bergsteigen, Klettern, Klettersteige – bei einer Bergtour geht es immer steil bergauf. Während die Menschen damals entweder aus kulturellen, religiösen oder praktischen Gründen die Berge und Felsen dieser Welt erklommen, ist es heute eine bei jeder Altersgruppe geliebte Freizeitbeschäftigung. Egal ob in der Halle oder am Fels: Klettern hat sehr viel mit Kraft, Koordination und der richtigen Technik zu tun. Bei den verschiedenen Varianten des Sports, deren Übergänge oft fließend sind, werden Unterscheidungen nach Ort, Begebenheit, Material und Technik gemacht. Neben alpinem Klettern, Frei-, Sport- und Hallenklettern, haben sich auch speziellere Disziplinen wie dasSpeedklettern, Bouldern und das Begehen von Klettersteigen (für den sogenannten „Eisenweg“ ist der italienische Begriff „Via Ferrata“ auch im deutschen Sprachraum geläufig) durchgesetzt. Wer den Sport erlernen möchte kann nach kurzer Einführung am Fels oder in einer der vielen Kletterhallen direkt loslegen.

 

Auf die Ausrüstung kommt es an

Obwohl viele der Klettervarianten einiges an Spezialausrüstung verlangen, reicht es als Anfänger aus, sich in ein sportliches Outfit zuwerfen und den einen oder anderen Gedanken an das richtige Schuhwerk zu verschwenden. Auf Grund der Begebenheiten, dem Stehen auf kleinen Tritten, sitzen Kletterschuhe relativ eng und entlasten durch eine eher steife Sohle den Fuß. Weichere Modelle bieten zwar mehr Gefühl, erfordern aber ein Vielfaches an Kraft. Bei der Anschaffung sollten Vor- und Nachteile der verschiedenen Modelle, sowie Passform individuell sorgsam abgewogen werden.

Klettergurt, Seile, Sicherungsgeräte und Karabiner werden Anfangs von den Bergschulen oder Hallen gestellt, gehören beim selbstständigen Klettern dann aber zu jeder Grundausrüstung. Der Klettergurt verbindet den Körper des Kletterers (oder Sicherers) mit dem Seil. Die Auswahl ist hier riesig und solange der Gurt alle grundlegenden Funktionen mitbringt, darf hier auch gerne mal nach Farbe oder subjektivem Geschmack entschieden werden.
Der Markt ist groß und die Produkte vielfältig. Bevor ihr also jetzt in den nächsten Laden rennt oder das Netz nach Schnäppchen durchforstet, solltet ihr zunächst herausfinden, welche Art des Kletterns euch am meisten Spaß macht, euch, auch was Material angeht, den ein oder anderen Tipp vom Profi holen und wenn möglich vor dem Kauf den ultimativen Praxistest am Berg machen.

Sicher geht vor

Übung macht den Meister und eine gesunde Selbsteinschätzung, gutes Material, die eigene Ausbildung und das richtige Verhalten an der Wand machen den Rest. Solltet ihr mit einem Partner klettern, ist es wichtig, sich auch seiner oder ihrer Fähigkeiten bewusst zu sein und gemeinsam vor dem Start Material und Bedingungen zu prüfen. Bei der Partnersicherung spielt ausserdem der Gewichtsunterschied eine große Rolle – bei einem Sturz muss der Partner körperlich in der Lage sein, euer Gewicht aufzufangen. Generell sagt man, dass es ab einem Gewichtsunterschied von 15 oder 20kg schwierig werden kann und der Leichtere der Beiden bereits damit rechnen muss, ein bisschen in die Luft zu gehen, wenn der andere fällt. Ob ihr, desweiteren, einen Helm beim Klettern tragt oder nicht, ist oftmals euch selbst überlassen. In manchen Regionen gibt es inzwischen eine Helmpflicht. In jedem Fall kann man zu einem Helm nur raten, leistet er doch bei so manch einem Sturz und herabfallendem Geröll in freiem Gelände zusätzlichen Schutz.