Ourthe – Geheimnisvolles Outdoor-Paradies der Superlative 2017-08-22T14:39:01+00:00

Spot on… Ourthe

Die Ourthe ist einer der längsten Flüsse der belgischen Ardennen und führt vorbei an malerischen Orten, grünen Wiesen und unberührten Wäldern. Von La Roche-en-Ardenne bis nach Lüttich gibt es hier viel zu erleben – also steigt schnell ins Boot und entdeckt die Vielseitigkeit des Outdoor-Paradieses!

Die Ourthe – Outdoor-Paradies der Superlative

Die Ourthe ist einer der längsten Flüsse der belgischen Ardennen – einem Outdoor-Paradies der Superlative. Dieser Teil des Schiefergebirges liegt im Südosten Belgiens und erstreckt sich bis nach Luxemburg und Frankreich hinein. In vielfach naturbelassene Landschaften schlängeln sich zahlreiche Flüsse vorbei an Hügeln und Wäldern, kleinen Ortschaften und mittelalterlichen Burgen. Es gibt überall viel zu entdecken. Inklusive der zwei Quellflüsse, Ourthe Occidentale und Ourthe Orientale, die sich im Stausee Barrage de Nisramont bei Engreux vereinen, zählt die Ourthe stolze 218km – ideal für eine ausgiebige Tour im Kanu. Da der Fluss bereits seit Jahrzehnten nur noch vereinzelt von größeren Schiffen befahren wird, eignet er sich hervorragend für alle Arten von Wassersport und ist vielen Kanufreunden als echter Allrounder bekannt.

Erster Stopp: La Roche-en-Ardenne

kanu_ourtheVom Stausee flussabwärts Richtung La Roche-en-Ardenne paddeln Kanufreunde durch die Hèrou-Schlucht und einen der schönsten Abschnitte der Ourthe. In dem engen Waldtal kommt schnell Urwald-Feeling auf und leichtes Wildwasser sorgt für die nötige Abwechslung. Es ist ein bisschen Geschick gefragt und für Abenteuerlustige oder größere Gruppen wird auf dieser Strecke auch Rafting angeboten. Nach dem Tal wird das Wasser ruhiger und nachdem ihr das letzte kleine Wehr überwunden habt kommt schon bald die Burg von La Roche ins Blickfeld, ein touristisches Highlight auf der Strecke. Nach einer kleinen Stärkung und vielleicht dem einen oder anderen Bierchen bietet sich ein Stadtbummel an. Charmante Steinhäuser und enge Gassen laden zum Flanieren ein und von den Mauern des Feudalschlosses aus dem 11. Jahrhundert habt ihr einen tollen Blick über Stadt und Ourthe. Lasst euch in die Atmosphäre des Mittelalters zurückversetzen und von der Geschichte des Geistes der Contesse Berthe, die sich hier angeblich in den Tod gestürzt haben soll, in den Bann ziehen. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Geschichtsmuseum und der 2 km entfernte Wildpark.

Hotton: Tolles Ziel für Kanuten, Mountainbiker und Wanderer

kanu_amelCa. 18 km flussabwärts liegt Hotton, dass alternativ auch bequem über eine kleine Straße immer am Fluss vorbei mit dem Auto oder Fahrrad erreicht werden kann. Dank vieler hier startenden Mountainbike- und Wanderrouten sowie der berühmten Karsthöhle ist dieses kleine Städtchen bei Besuchern sehr beliebt. Die Grotten von Hotton sind die einzigen ihrer Art und für jedes Publikum leicht zugänglich. Entdeckt die unterirdischen Gänge, Wasserfälle und außergewöhnliche Tropfsteinformationen. Auch Moulin Faber, eine 1729 erbaute und voll funktionsfähige Wassermühle, ist einen Besuch wert. In der näheren Umgebung warten außerdem das Schloss von Deulin und eine ganze Reihe Ausgrabungen, die die erste Besiedlung in der Jungsteinzeit belegen, darauf, entdeckt zu werden. Die Kletterer unter euch werden die Felsen von Renissart interessieren. Um die zahlreichen Kletterpfade nutzen zu können, müsst ihr allerdings im Besitz einer Mitgliedskarte in einem Kletterverein sein.

Gaumenschmaus in Durbuy

kanu_lesseVorbei an Wald und Wiesen schlängelt sich der Fluss weiter Richtung Durbuy, der kleinsten Stadt Belgiens. Dieses malerische Städtchen hat vor allem Feinschmeckern einiges zu bieten. Wer den leckeren Ardennenschinken bisher noch nicht probiert hat, bekommt spätestens hier dazu Gelegenheit. In der Mikro Brauerei „La Marckloff“ könnt ihr frisch gebrautes Bier verkosten und die Marmeladenfabrikation „Saint-Amour“ bietet neben Gelees von Blumen und Früchten der Region auch klassische Konfitüren, Essig und auf Pflanzenbasis hergestellte Medikamente. Ein Bummel durch den liebevoll angelegten Formschnittpark, ein Besuch im Diamanten Museum oder eine Runde Minigolf runden den Tag ab. Wem das zu langweilig ist, auf den warten natürlich auch hier Anbieter, die Adrenalin pur versprechen. Kanu, Fahrrad fahren, klettern, reiten oder eine Runde Paintball gefällig? Gar kein Problem. Bei schlechtem Wetter lädt das tropische Hallenbad im nahegelegenen Bohon zum Verweilen ein.

Unendliche Weiten bis nach Lüttich

kanu_sauerWeiter Richtung Lüttich bleibt das Tal bis Hamoir, wo die Néblon in die Ourthe mündet, für Kanufahrer landschaftlich reizvoll. Vorbei am Schloss von Bomal und dem Schloss von Logne lohnt sich von hier ein Ausflug in die Grotten de l’Abîme. Die Straße führt größtenteils direkt am Wasser entlang und neben einem reichen Outdoor Angebot, gilt es immer wieder kleine Ortschaften und Sehenswürdigkeiten, wie den größten Mammutbaum Belgiens bei Esneux, zu entdecken. In Lüttich, einem kulturellen Zentrum der Region angekommen, lohnt es sich, einmal durch die Stadt zu schlendern. Die Sehenswürdigkeiten Lüttichs zu beschreiben würde den Rahmen sprengen, aber so viel sei gesagt: Wer sonntags in der Stadt ist, sollte sich auf gar keinen Fall den „La Batte“, Belgiens größten Flohmarkt entgehen lassen. Hier findet man von lebendigen Tieren über Lebensmittel und Antiquitäten vor allem viele Kuriositäten – es ist wirklich ein Erlebnis!